Inbetriebnahme der Wasserstoffanlage – ein Meilenstein für klimaneutrale Energieversorgung

Villa Futurum

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Mit dem Start der Montagearbeiten am 27. Mai 2026 nimmt unsere Liegenschaft einen bedeutenden Schritt in Richtung energieautarker und CO₂-neutraler Versorgung.
Die neu installierte Wasserstoffanlage schließt den Kreislauf der solaren Eigenerzeugung – von der Sonne bis zur Wärme und Strom beim Verbraucher.

Anlieferung der Komponenten – Elektrolyseur und Zubehör

Überblick über das Gelände – Messaufbauten zur Leistungserfassung

Ausgangssituation und Projektziel

Die Klaus Drücke Ingenieurgesellschaft verfolgt konsequent das Ziel, ihre Liegenschaft als Demonstrations- und Forschungsstandort für zukunftsweisende Energietechnologien zu betreiben. Nach der bereits realisierten Photovoltaikanlage war der nächste logische Schritt, den Überschussstrom nicht ins Netz abzugeben, sondern lokal zu speichern und hochwertig wieder zu nutzen.

Grüner Wasserstoff als saisonaler Energieträger – erzeugt, gespeichert und rückgewonnen direkt in unserer Liegenschaft.

Unser Partner

Mit der Installation haben wir die Firma Ostermeier beauftragt – einen kompetenten und erfahrenen Partner im Bereich der Wasserstofftechnik. Das Team bringt tiefgehendes Know-how bei Elektrolysesystemen, Druckspeichertechnik und Brennstoffzellen mit und begleitet das Projekt von der Planung über die Montage bis zur Inbetriebnahme.

Montage des Außenschranks (Novacel-geschützt) mit Kabelverlegung

Innenansicht des Schaltkastens: Ventile, Manometer und Steuereinheit

Technisches Konzept

Die Anlage ist als geschlossener Energiekreislauf konzipiert. Solare Überschussenergie wird genutzt, um über Elektrolyseure Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Der Wasserstoff wird in einem Niederdruckspeicher bei 35 bar bevorratet. Bei Bedarf wandelt eine Brennstoffzelle den gespeicherten Wasserstoff effizient zurück in Strom und Wärme – und schließt damit den Energiekreislauf.

Energiepfad im Überblick

  1. Solarstrom-Überschuss wird über die Photovoltaikanlage erzeugt und steht zur Elektrolyse bereit.
  2. Elektrolyseur zerlegt Wasser mittels Strom in Wasserstoff (H₂) und Sauerstoff (O₂).
  3. Niederdruckspeicher (35 bar) nimmt den erzeugten Wasserstoff sicher auf.
  4. Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff bei Bedarf zurück in Strom und Wärme – emissionsfrei.
  5. Verbraucher im Gebäude werden mit dem zurückgewonnenen Strom und der Wärme versorgt.

Rohrleitungssystem (Swagelok) für die Wasserstoffführung

Leitungsführung an der Außenfassade zum Dachaufbau

Montage und Installation

Die Montagearbeiten umfassen neben der Aufstellung der zentralen Anlagenkomponenten auch die komplette Verrohrung in Edelstahl-Swagelok-Technik, Wanddurchführungen, Kabelverlegung sowie die Errichtung des Abgasmastes auf dem Dach. Alle Komponenten wurden fachgerecht an der Außenfassade und im Technikbereich der Liegenschaft installiert.

Vertikal montierter Mast mit Abgasführung auf dem Dach

Gesamtansicht der Fassadenverrohrung und Schaltschrankposition

Seitliche Ansicht: Leitungen an der Gebäudekante und Abgasmast

Betriebsstart

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Montagearbeiten nimmt die Wasserstoffanlage am 30. Mai 2026 ihren regulären Betrieb auf. Damit ist die Klaus Drücke Ingenieurgesellschaft einer der ersten privat-gewerblichen Standorte in der Region, der eine vollständige solare Wasserstoffkette in der Praxis betreibt. Wir verstehen diese Anlage nicht nur als Beitrag zur eigenen Energieautarkie, sondern auch als gelebte Demonstration dessen, was technisch heute bereits möglich ist.

Montagebeginn

27. Mai 2026

Betriebsstart

30. Mai 2026

Speicherdruck

35 bar

Erzeugung

Solar-Elektrolyse

Installateur

Fa. Ostermeier